Update: 29.11.2021

Unsere Konferenz wird als Onlinekonferenz stattfinden. Weitere Informationen dazu findest du hier.

Wir starten am 30.11.2021 um 13 Uhr mit dem Check-in und beginnen um 14 Uhr mit dem Konferenzprogramm. Das Ende ist für 18 Uhr eingeplant.

Am 1.12.2021 starten wir um 9 Uhr mit dem Check-in und führen um 9:15 Uhr das Konferenzprogramm weiter. Die Konferenz wird um 14 Uhr enden.

Wir werden Impulse und Vorträge von 45 Minuten und Miniworkshops von 90 Minuten anbieten.

Das Programm wird in der kommenden Zeit weiter wachsen. Wir werden das Programm hier fortlaufend ergänzen. Regelmäßig reinschauen lohnt sich. In unserem Programm werden sich einige Angebote speziell an Beginnende (starter) oder Fortgeschrittene (advanced) richten. So wollen wir dir die Auswahl für dein Thema erleichtern.

Das besondere Extra

Wir freuen uns, dass wir wieder einen Lostopf haben werden. Unter allen Teilnehmenden verlosen wir spannende Bücher. Für eine besondere Form der Dokumentationen, konnten wir die Kolleginnen von 123comics aus Berlin gewinnen. Wir freuen uns darauf.

Unser Programm

30.11.2021 – 13 bis 18 Uhr

Stephanie Borgert
Stephanie Borgert

Keynote – Stephanie Borgert
Irgendwas ist immer – Über die artgerechte Haltung von Überraschungen

Stephanie Borgert fürchtet sich nicht vor Unerwartetem, Unbeständigkeit und Intransparenz. Die hohe Vernetzung und Dynamik unserer komplexen Welt treibt sie an, Ihre Führungserfahrung aus der IT-Branche zu nutzen und den notwendigen Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt herbeizuführen.

Die Komplexitätsforscherin spricht, berät und schreibt über das komplexitätsgerechte Agieren in einer dynamischen, turbulenten Welt. Mittlerweile hat Stephanie Borgert sieben Bücher dazu veröffentlicht. Ihr Buch „Unkompliziert!“ war in 2018 Wirtschaftsbestseller. Zudem schreibt die Ingenieur-Informatikerin seit vielen Jahren als Wirtschaftskolumnistin für die Frankfurter Rundschau.

Programm am 30.11.2021

13:00 Uhr – ankommen, umschauen und erste Kontakte knüpfen

Ankommen, umschauen und erste Kontakte knüpfen .

14:00 Uhr – Eröffnung der Konferenz Agile Verwaltung

Offizielle Eröffnung

14:15 Uhr – Keynote mit Stephanie Borgert – Irgendwas ist immer – Über die artgerechte Haltung von Überraschungen

Stephanie Borgert fürchtet sich nicht vor Unerwartetem, Unbeständigkeit und Intransparenz. Die hohe Vernetzung und Dynamik unserer komplexen Welt treibt sie an, Ihre Führungserfahrung aus der IT-Branche zu nutzen und den notwendigen Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt herbeizuführen.

Die Komplexitätsforscherin spricht, berät und schreibt über das komplexitätsgerechte Agieren in einer dynamischen, turbulenten Welt. Mittlerweile hat Stephanie Borgert sieben Bücher dazu veröffentlicht. Ihr Buch „Unkompliziert!“ war in 2018 Wirtschaftsbestseller. Zudem schreibt die Ingenieur-Informatikerin seit vielen Jahren als Wirtschaftskolumnistin für die Frankfurter Rundschau.

15:15 Uhr – Modern Talking in der Teeküche: Facilitated Networking bei einer Tasse Kaffee

In der Kaffeeküche Leute zufällig treffen, auf dem Flur die Unterhaltung mit anhören, beim Hinausgehen aus dem Raum über den gehörten Vortrag quatschen: Das fehlt vielen von uns in Online- Zeiten. Wir machen das Unmögliche möglich und bauen den Zufall nach!
Mit der ungewöhnlichen, einfachen und fröhlichen Technik “Facilitated Networking“, revolutionieren wir langweilige Smalltalks! Wir bringen Euch sehr rasch in sehr kurzer Zeit in erstaunlich tiefe Gespräche miteinander – und auch wieder raus.

„Versuche nicht, interessant wirken zu wollen. Versuche lieber, interessiert zu bleiben.“ (frei nach Jane Fonda!)

Cathy Narriman stellt die Arbeitswelt auf den Kopf. Sie ist Gründerin von Flipped Job Market und Initiatorin des Projektes „Mit freundlichen Grüßen“.

Tim Hantel ist freiberuflicher IT-Berater und Umsetzer. Er hilft Menschen dabei ihr Wirken authentisch vom Analogen ins Digitale zu bringen.

15:15 Uhr – 3 Mythen einer agilen Verwaltung – Wie wir damit aufräumen und Veränderungsenergie freisetzen können

Was wäre, wenn es eine neue Geschäftsanweisung gäbe in der steht: Ab sofort wird in unserer Behörde innovativ und agil gearbeitet! Dann gäbe es vermutlich viele Fragen, wie zum Beispiel: Wie ist das umzusetzen? Was brauchen wir dafür? Und wer kann uns dabei unterstützen?

Diese Geschäftsanweisung gibt es natürlich nicht, aber spätestens seit den Ereignissen 2020 sind wir dazu aufgefordert, genauso zu handeln und uns fit für neue Herausforderungen zu machen. Denn die Mission der Verwaltung ist und bleibt: Die staatliche Unterstützung soll da ankommen, wo sie gebraucht wird! Das, was wir auf den Kopf stellen müssen, ist das jahrzehntelang erfolgreiche Leitmotiv der Verwaltung: die Beständigkeit.

Die Erkenntnis für einen Wandel in der Verwaltung ist also da, aber wie sieht es mit der Umsetzung aus? In diesem Beitrag erkunden Sie mit Henrike Arlt, welche Mythen rund um die Agilität in der Verwaltung uns davon abhalten, wirklich innovativer und agiler zu arbeiten. Um die öffentliche Verwaltung bewusst, kompetent und konsequent mitzugestalten, sollten wir diese Mythen hinter uns lassen und voller Energie ans Werk machen.

In Ihrem Beitrag stellt sie ein Entwicklungsstufen-Modell vor, dass Sie und Ihre Organisation als einen Ausgangspunkt nutzen können, um sich gemeinsam auf den Weg zu machen.

Henrike Arlt spricht als dritte Fremdsprache Verwaltungsdeutsch und ist Innovationspionier für Öffentliches Gestalten. Ihr Herzensthemen sind Verwa(ndl)(lt)-ungen.

15:15 Uhr – Kanban für Einsteiger oder Kanban ist mehr als nur ein Bord

Hinter Kanban verbirgt sich ein Ansatz, der evolutionäre Organisationsentwicklung in den Fokus stellt und unterstützt und es ist mehr als nur ein Aufgabenboard mit einen „WiP-Limit“. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Wert, Prinzipien und die wesentlichen Merkmale eines Kanbansystems. Thomas Michl wird aufzeigen, wie vielseitig Kanban sein kann und welche Einsatzszenarien denkbar sind.  Disclaimer: Der Vortrag kann Spuren von Entmythifizierung enthalten.

Thomas Michl – Forum Agile Verwaltung e. V.

15:15 Uhr – Agile Projektarbeit für Fortgeschrittene

In der Verwaltung stehen die Zeichen für Agilität auf „grün“. An vielen Stellen werden agile Methoden schon eingesetzt. Es gibt vereinzelt auch agile Projekte. Alles gut?

Nicht wirklich: Vieles ist in der Praxis schwieriger als gedacht. Manches lässt sich in einer Verwaltung nicht so umsetzen, wie in der Fortbildung gelernt. Praxisbeispiele aus dem Internet passen nicht zum eigenen Projekt. Die agile Teamarbeit reibt sich mit der Linienorganisation.

Kommt ihnen das bekannt vor? Dann lassen Sie uns gemeinsam erörtern, wie man solchen Schwierigkeiten in der Verwaltungspraxis begegnen kann. Grundlage der Session ist ein Praxisbeispiel aus dem kommunalen Umfeld. Daran entlang können wir verschiedene Aspekte agiler Methoden vertiefen. Gerne können Sie ihre Praxiserfahrungen einbringen und – ganz agil – die Schwarmintelligenz der Sessionteilnehmer¬:innen für Lösungsansätze aktivieren.
 
Peter Bauer – Forum Agile Verwaltung e. V.

15:15 Uhr – Agilität – Irgendwas mit Prinzipien und Werten – Impuls für Einsteiger

Wenn wir über Agilität nachdenken, dann müssen wir auch über Zusammenarbeit und Unternehmenskultur nachdenken. Agilität bedeutet nicht alles Bisherige infrage zu stellen, sondern das Bisherige sinnvoll zu ergänzen, um die Organisation kontinuierlich weiterzuentwickeln. Hier sind agile Prinzipien und Praktiken sehr anschlussfähig. Verwaltungen können sich mit Agilität mehr Spielräume zurückerobern und sich als attraktive Arbeitgeber positionieren. Lassen Sie uns ein gemeinsames Grundverständnis entwickeln und die Verwaltungen agiler gestalten.

Falk Golinsky – Wegbegleiter, um Zusammenarbeit neu zu denken (Forum Agile Verwaltung e. V.)

15:15 Uhr – Kollegiale Beratung in kulturellen Einrichtungen – Praxisrunde (Workshop 90 Minuten)

Gemeinsam und kollegial an Problemen arbeiten. Mithilfe der Methode Kollegiale Beratung wollen wir gemeinsam in erstaunlich kurzer Zeit pragmatische Lösungswege entwickeln, die Ihr bereits kurz danach in euren Arbeitsalltag einfließen lassen und umsetzen könnt. In kleinen, zufällig zusammengewürfelten Arbeitsgruppen tauschen wir uns über konkrete Herausforderungen im individuellen Arbeitsalltag aus: Im geschützten Raum kann und soll es um alles gehen, was die eigenen Vorstellungen von guter Arbeit blockiert! Bringt die Fragen mit, die EUCH unter den Nägeln brennen, die Zeit und Nerven kosten.

Agile Kultur – das Netzwerk für Wandel in der Kultur – Das Netzwerk Agile Kultur hat sich im Dezember 2019 zusammengefunden, seitdem arbeiten und diskutieren Kulturakteure aus verschiedenen Sparten und Institutionen an Lösungen, um den großen Herausforderungen von Digitalität, Diversität und Nachhaltigkeit proaktiv zu begegnen und zu einer flexibel lernenden und antizipierenden Institution zu werden. Dafür braucht es umfassende Transformationsprozesse in Organisationsstrukturen, Arbeitskulturen und Produktionsweisen.

16:15 Uhr – Rettet die Homeschooling-Raketen

In der Lockdown-Phase wurden von der Öffentlichkeit eher unbemerkt von vielen jungen Menschen äußerst erfolgreiche agile Lernwelt-Raketen gezündet. Der öffentliche Fokus stand immer mehr auf den vielfältigen Problemen des Homeschoolings. Kein Wunder, dass jetzt die Rückkehr in die „gute alte Schule“ mit den Lehrenden vorne an der Tafel, die die Lernenden analog an die Hand nehmen, um sie mit Klassenarbeiten und Arbeitsblättern durch die Anforderungen der Bildungspläne zu führen, gefeiert wird. Dabei wird von den Lernenden die Rückkehr zum „normalen“ Unterricht in erster Linie oft nur deshalb so positiv empfunden, weil sie wieder ihre sozialen Beziehungen „normal“ pflegen können.

Unsere These: Würde man die Raketenerfahrungen der Homeschooling-aktiven Schüler:innen nutzen, um Arbeitsblätter und Klassenarbeiten mit Projektorganisation, Eigenverantwortung, Teamarbeit, Durchhaltevermögen, Selbstbewusstsein, Entscheidungskompetenz, Geduld, Durchsetzungsvermögen usw. zu würzen, würde sich die „gute alte Schule“ vielleicht doch in der Breite ein wenig in Richtung Zukunft bewegen.

Unser Thema für die Herbstkonferenz richtet sich speziell an Eltern schulpflichtiger Kinder, die ihre eigene Berufsprofessionalität für das Thema Schule in der Diskussion mit den Lehrer:innen ihrer Kinder positiv einbringen wollen.

Julia und Heinz:  Julia ist Gymnasiastin, damit auch Expertin für Homeschooling und zukünftige gesellschaftsrelevante Leistungsträgerin (Da wird sie und ihre Mitstreiter:innen definitiv nicht drum herumkommen. Denn das ist Sinn und Zweck von Schule). Heinz Bayer ist pensionierter Studiendirektor, Schulentwickler und jetzt als agiler Experte in Sachen Bildung bei Forum agile Verwaltung und an der Hochschule für agile Bildung in Zürich unterwegs.

16:15 Uhr – Lernende Organisation – das unbekannte Wesen

Wie einfach es ist, sich in Richtung Digitalkompetenzen zu bewegen? Wie kann es gelingen, Organisationen in Richtung einer anderen (Lern-) Kultur zu bewegen – und dies, ohne gleich alles verändern zu müssen? Wie eine einfache Aufstellungsübung erste Impulse dafür liefern kann, in welche Richtung Sie sich bewegen.

Dr. Johannes von Mikulicz-Radecki – Leiter Transformation der Haufe Gruppe, berät seit langen Jahren Unternehmen auf Ihrem Weg durch fundamentale Transformationen, verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Anwendungen, inspiriert, hinterfragt, treibt Projekte und ist Realist. Denn: es sind nie die Veränderungen, die wir uns wünschen, durch die alles anders wird!

16:15 Uhr – Verstehen wir uns?– Freundlichkeit ist ansteckend!

Was wir heute vorhaben: Wir stellen die Initiative „Mit freundlichen Grüßen“ vor, die für eine gelingende Arbeits- und Sprachkultur in Behörden & Verwaltung steht und einen Club der freundlichen Behörden initiiert.

Unser Ansatz ist: Wir aktivieren mit klugen Irritationen und Spaß die Lust darauf, aus den täglichen Arbeitsroutinen auszusteigen und Blickwinkel zu ändern. Wir loten gemeinsam die vorhandenen Gestaltungsspielräume aus. Nur meckern war gestern!

Und wir wissen: Es gibt nicht nur die tausend Beispiele für den sprichwörtlichen Amtsschimmel. Wir richten vielmehr den Blick auf die vielen Dinge, die schon klasse gelingen. Dafür nutzen wir heute die Weisheit der Vielen, lernen direkt voneinander und nehmen direkt was für den nächsten Arbeitstag mit.

Cathy Narriman stellt die Arbeitswelt auf den Kopf. Sie ist Gründerin von Flipped Job Market und Initiatorin des Projektes „Mit freundlichen Grüßen“.

Henrike Arlt ist Innovationspionier in der Verwaltung und spricht als dritte Fremdsprache Verwaltungsdeutsch – Sie begleitet das Projekt „Mit freundlichen Grüßen“ als Dolmetscherin.

16:15 Uhr – „Akte – Vorgang – Dokument“ – Digitalisierung mit Strukturen des 19. Jahrhunderts?

Das Konzept, wie digitale Akten zu strukturieren sind, wurde Ende der 1990er Jahre vom Bundesverwaltungsamt entworfen und hat sich bis in das „Organisationskonzept elektronische Verwaltungsarbeit“ fortgeschleppt. Verwaltungen, die diese Struktur für bare Münze genommen haben und auf dieser Basis Dokumentenmanagement und E-Akte einführen, machen es ihren Mitarbeitern schwer. Insbesondere Abteilungen mit etwas komplexeren Prozessen (z. B. Naturschutz, Gewässerbau, Genehmigung von Windparks)erklären die E-Akte für völlig unanwendbar.

Auf der anderen Seite gibt es Ansätze, die Dokumentenablage prozessorientiert zu gestalten. Dabei schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: das Vorgangsmanagement wird einfacher und man kann die E-Akte mit anderen digitalen Plattformen (Chat-Rooms, Teamboards) verheiraten. Die bisherigen Ablageformen haben Teamarbeit immer behindert. Das könnte dann anders werden.

Wolf Steinbrecher – Forum Agile Verwaltung e. V.

16:15 Uhr – Vertiefung zur Keynote

optionales Angebot

16:15 Uhr – Schöne neue Arbeitswelt – Was Personalvertretungen darüber wissen sollten und wie sie diese mitgestalten können (neuer Programmplatz – vorher 1.12. 12:15 Uhr)

Der VUKA-Welt mit Agilität begegnen. Scrum, Kanban und Design Thinking anwenden. Flexibel und selbstorganisiert arbeiten. Die neuen Buzzwords sind längst in den Behörden angekommen. Spätestens mit der Digitalisierung von Prozessen müssen Verwaltung sich erneut umwälzenden Veränderungsprozessen zuwenden, denn die Arbeitswelt hat eine neue Epoche eingeläutet. Dass diese Entwicklungen nicht ohne Ringen um einen adäquaten Interessensausgleich seitens Arbeitgeber, Arbeitnehmer sowie Personalvertretung ausgehen werden, zeigt alleine die Debatte um betriebliche Regelungen für die Flexibilisierung von Arbeitsort und -zeit. Eine wichtige Rolle spielen hier die Personalvertretungen. Daher sollten sie wissen, über was sie reden, wenn sie sich aktiv in Mitbestimmungsprozesse einbringen und Beschäftigte vertreten. Der Beitrag beleuchtet, welche Pfade Personalvertretungen im Dickicht der neuen Arbeitswelt und agilen Methoden weiterverfolgen und wie sie sich gut für die Mitwirkung in Veränderungsprozessen aufstellen können.
 
Christine Gebler, Dipl. Verwaltungswirtin (FH), Heidelberg, ist in der Verwaltung einer Großstadt tätig, Trainerin und Mitglied im Forum Agile Verwaltung e.V.. Ihre beruflichen Schwerpunkte sind Organisationsentwicklung, agiles Arbeiten und New Work, Prozess- und Wissensmanagement. Sie leitet systemische Aufstellungen und ist ausgebildet als Business Coach.

17:15 Uhr – Diskussionsrunde zum Abschluss des ersten Konferenztages

Was sind die Erkenntnisse des Tages? Was nehmen wir mit? Wo stehen wir? Was sind die Herausforderungen für die künftige Gestaltung von Verwaltungen? Gemeinsam werden die Antworten auf diese Fragen zusammentragen.

01.12.2021 – 9 bis 14 Uhr

Impuls – Digitale Transformation öffentlicher Einrichtungen durch Prozessoptimierung

Die Digitalisierung und die digitale Transformation sind in aller Munde. Aber was bedeuten diese Begriffe eigentlich? Und wie können öffentliche Einrichtungen sowohl die Digitalisierung als auch die digitale Transformation konkret angehen? Spannende Fragen, die Volker Stiehl in seinem Impulsvortrag diskutieren und die fundamentale Rolle von Prozessen darin erklären wird. Als Lösungsansatz zur Umsetzung von Prozessen skizziert er die wesentlichen Ideen des sogenannten Prozessgesteuerten Ansatzes und wie öffentliche Einrichtungen mit dem Ansatz Schwung in ihre Digitalisierungsbemühungen bringen können. Doch damit nicht genug: Einmal nach dem Prozessgesteuerten Ansatz entwickelte Prozesslösungen lassen sich mit überschaubarem Aufwand in anderen öffentlichen Einrichtungen einsetzen. Zu schön um wahr zu sein? Lassen Sie sich überraschen!

Volker Stiehl lehrt an der Technischen Hochschule Ingolstadt Wirtschaftsinformatik sowie die Entwicklung von Unternehmensanwendungen. Seit vielen Jahren engagiert er sich für die nachhaltige Implementierung von Prozesslösungen, um Unternehmen und öffentliche Einrichtungen bei deren digitaler Transformation zu unterstützen. Seine Gedanken zu diesen Themen veröffentlicht er regelmäßig auf seiner Webseite unter https://www.volkerstiehl.de/.

Programm am 1.12.2021

9:00 Uhr – Check-in und Vernetzung

Tag 2 beginnt.

9:15 Uhr – Impuls – Digitale Transformation öffentlicher Einrichtungen durch Prozessoptimierung

Die Digitalisierung und die digitale Transformation sind in aller Munde. Aber was bedeuten diese Begriffe eigentlich? Und wie können öffentliche Einrichtungen sowohl die Digitalisierung als auch die digitale Transformation konkret angehen? Spannende Fragen, die Volker Stiehl in seinem Impulsvortrag diskutieren und die fundamentale Rolle von Prozessen darin erklären wird. Als Lösungsansatz zur Umsetzung von Prozessen skizziert er die wesentlichen Ideen des sogenannten Prozessgesteuerten Ansatzes und wie öffentliche Einrichtungen mit dem Ansatz Schwung in ihre Digitalisierungsbemühungen bringen können. Doch damit nicht genug: Einmal nach dem Prozessgesteuerten Ansatz entwickelte Prozesslösungen lassen sich mit überschaubarem Aufwand in anderen öffentlichen Einrichtungen einsetzen. Zu schön um wahr zu sein? Lassen Sie sich überraschen!

Volker Stiehl lehrt an der Technischen Hochschule Ingolstadt Wirtschaftsinformatik sowie die Entwicklung von Unternehmensanwendungen. Seit vielen Jahren engagiert er sich für die nachhaltige Implementierung von Prozesslösungen, um Unternehmen und öffentliche Einrichtungen bei deren digitaler Transformation zu unterstützen. Seine Gedanken zu diesen Themen veröffentlicht er regelmäßig auf seiner Webseite unter https://www.volkerstiehl.de/.

10:00 Uhr – Flexibler als Bücher, beständiger als Social Media – Der Blog als nützliches Kommunikationstool (Workshop 90 Minuten)

Blogs, ursprünglich Weblogs, sind schon lange mehr als persönliche Online-Tagebücher. Sie werden als Medien der (internen wie externen) Organisationskommunikation genutzt, bieten Raum für journalistische Inhalte oder sind Plattform für Expertenkommunikation und persönliches Wissensmanagement. Damit sie aber ein nützliches Instrument für Anwender sein können, braucht es ein Grundverständnis dafür, wie Kommunikation in Webtexten funktioniert. Die Grundlage dafür ist eine klare, einfache Sprache. Wie man sich einer solchen Sprache nähern kann und welches Potenzial Blogs heute haben, das erklärt Webtexterin Anna Koschinski in ihrem Workshop.

Anna Koschinski ist Texterin und Schreibtrainerin. Journalistisches Arbeiten lernte sie als Redakteurin beim Radio während ihres Studiums der Sprachwissenschaften mit Schwerpunkt Kommunikationsmanagement in Bielefeld.

10:00 Uhr – Wertschätzende Konfliktkultur – lösungsorientierte Ansätze (Workshop 90 Minuten)

In der Regel wünschen wir uns eine Kommunikationskultur, in der wir miteinander gut auskommen am Arbeitsplatz. Die Unterschiedlichkeit der Menschen, unausgesprochene Erwartungen und Missverständnisse führen jedoch immer wieder zu Konflikten. Diese kosten uns oft unnötige Energie und führen zu viel Frustration, wenn wir sie nicht gezielt und lösungsorientiert ansprechen. Um das zu ändern, beleuchten wir folgende Fragen an gemeinsam: Was können wir selbst tun, um zufriedener mit unserem Umfeld zu sein? Wie können wir mit Konflikten lösungsorientierter umgehen? Wie schaffen wir es selbst, mehr Verständnis für unterschiedliches Verhalten aufzubringen?

Susanne Lorenz hat sich als Kommunikationstrainerin und Business Coach auf Führungskräfte spezialisiert, nachdem sie im Anschluss an ihr Germanistikstudium selbst mehrere Jahre als Managerin Erfahrungen gesammelt hat. Wertschätzende Business Kommunikation auf Grundlage der gewaltfreien Kommunikation ist ihre Leidenschaft. Ihre Vision ist, dass Menschen am Arbeitsplatz mehr miteinander statt übereinander reden und konstruktiv ansprechen, was sie stört. Susanne führt Einzelberatungen durch, leitet offene Seminare und Workshops in Unternehmen, um dort die Transparenz und Wertschätzung im Umgang miteinander zu erleichtern.

10:00 Uhr – Die Region Hannover auf dem Weg zu einer agilen Haltung – Erfahrungsbericht aus einem Jahr Projekt Agile Verwaltungskultur

Die Ziele des Projektes Agile Verwaltungskultur: 1. eine attraktive Arbeitgeberin sein, und das in Zeiten ganz konkreter demographischer Herausforderungen und 2. Kundenzentrierung gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen. Dabei möchten wir Veränderungen optimistisch, engagiert und erfolgreich anpacken. Wie wir das tun und was wir zu Erfolgsfaktoren, guten Angeboten und effektiven Wege zur Kulturentwicklung zählen? Das erfahren Sie in unserem Bericht zum ersten Jahr des Projekts Agile Verwaltungskultur bei der Region Hannover.

Magdalena M. Hoffmann
– Leitung Projekt Agile Verwaltungskultur, Region Hannover
Sarah Frankenthal – Referentin Neues Lernen, Region Hannover

10:00 Uhr – Führen auf Distanz – Tipps und Impulse für eine erfolgreiche digitale Zusammenarbeit

Wenn Mitarbeitende nicht an einem Ort, sondern virtuell miteinander arbeiten, dann stellt das Führungskräfte vor besondere Herausforderungen. Durch die Umstände der Pandemie arbeitet ein Großteil der Mitarbeitenden vom Homeoffice aus –Für Führungskräfte, die räumlich verteilte Teams leiten, bringt dies eine Entwicklung digitaler Führungskompetenzen mit sich, verbunden mit einem Wertewandel der bisherigen Arbeitskultur. Es tauchen viele Fragen auf:

– Wie schaffe ich Rahmenbedingungen, die trotz dezentraler Arbeitsweise das Bedürfnis der Mitarbeitenden nach Kontakt und Kommunikation befriedigen?
– Wie gehe ich als Führungskraft mit dem (subjektiven) Kontrollverlust um und stelle sicher,dass die Leistung der Mitarbeitenden transparent gemacht wird?
– Wie schaffe ich ein Teamgefühl trotz dezentralem Arbeiten?

In unserem Vortrag geben wir praktische Tipps und Impulse, wie der Wertewandel gelingen, Führen auf Distanz kulturell im Team verankert und somit erfolgreich umgesetzt werden kann.

Christopher van den Hövel – Organisationsberater und Coach, IMAP GmbH –Change & Culture

10:00 Uhr – Agilität in der Kultur (-Verwaltung) – Von Chancen und Herausforderungen

Wie steht es um Agilität in Kulturorganisationen und in der Kulturverwaltung? Welche Chancen bringen agile Arbeitsweisen gerade in öffentlichen Kultureinrichtungen mit sich und welche Herausforderungen stellen sich diesen dabei?

Diesen und anderen Fragen geht die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. gemeinsam mit der Kulturabteilung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in der bald erscheinenden Broschüre „Agilität – Kultur in Bewegung“ nach.

Darin setzen sich verschiedene Kulturorganisationen – von Museen, über Kulturverwaltungen bis hin zu freien Kulturakteur*innen – mit agilen Arbeitsweisen in der Kulturpraxis und deren Bedeutung für die Zukunft der Kultur auseinander. Der Impuls gibt Einblick in die verschiedenen Ansätze und fasst die aktuelle Debatte um Agilität in der Kultur zusammen.

Katharina Friesen – Kulturpolitische Koordination beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Nicolas Schimerl – Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Bergbau Museum Bochum

11:00 Uhr – Agilität und Diversität in der Verwaltung – Berichte aus der Praxis

Diversity ist längst kein Buzzword mehr. Immer mehr Organisationen haben erkannt, dass diverse Teams krisenresistenter, innovativer und kreativer sind. Auch in der öffentlichen Verwaltung ist ein Umdenken im Gange. Aber über Diversity zu sprechen ist gar nicht so leicht. Wir erleben eine zunehmende Polarisierung in der Bevölkerung, wenn es um Themen wie „Identität“, „Gender“ und „Diskriminierung“ geht. Auch in der Verwaltung ist es gar nicht leicht, ein offenes Gespräch über Diversität zu führen.

In diesem interaktiven Impulsvortrag lernt ihr Grundbegriffe des Diversitydiskurses kennen. Außerdem erfahrt ihr anhand einiger Beispiele aus der Praxis, wie agile Methoden und Arbeitsweisen dabei unterstützen können, ein Dialog über Diversität in der Verwaltung zu führen.

Lila Sax dos Santos Gomes ist Trainerin, Moderatorin und Organisationsentwicklerin und unterstützt öffentliche Verwaltungen und staatliche Stellen auf Führungsebene, aber auch hierarchieübergreifend bei der Entwicklung und Umsetzung strategischer Veränderungsprozesse in Bezug auf Gender und Diversity. Dabei greift sie auf agile Methoden und partizipative Ansätze im On- ​​und Offline-Setting zurück, um ein besseres Verständnis für die Verwaltung in der Arbeitswelt 4.0 zu entwickeln. 2019 gründete sie Yarrow Global Consulting gGmbH, eine NGO, die Organisationen bei der Gestaltung und Umsetzung von Gleichberechtigung unterstützt. Sie wohnt in der Nähe von Karlsruhe mit ihrem Mann und zwei Söhnen.

11:00 Uhr – Liberating Structures – 33 Methoden, um alle Beteiligten einzubeziehen (Workshop 90 Minuten)

Wie oft fühlt man sich in großer Runde ungehört, weil keine Möglichkeit geschaffen wurde für gemeinsames Gestalten und Austauschen?
Mit Liberating Structures hat man dynamische Methoden zusammengetragen, die helfen, auch die ruhigste Person im Raum einzubeziehen. So können schlummernde Potenziale geweckt werden. Im interaktiven Workshop probieren wir dies direkt gemeinsam aus. https://liberatingstructures.de/

Sandra Richter – Lernenthusiastin, Moderatorin und Sprecherin, Gründerin der Liberating Structures User Group Dresden

11:00 Uhr – 5 Menschen. 1 Stunde. 12 Wochen. Ziele erreichen mit WOL – Working-Out-Loud

Working-Out-Loud (WOL) erobert Organisationen. Die Idee stammt von dem Amerikaner John Stepper. Das Konzept unterstützt Menschen, in kleinen Gruppen persönliche Ziele zu erreichen, bessere Beziehungen aufzubauen und sich weiterzuentwickeln. Im WOL nehmen die Teilnehmenden ihre persönliche Weiterentwicklung selbst in die Hand. Sie formulieren für sich ihr persönliches Lernziel, an dem sie Woche für Woche mit den Übungen aus den WOL-Guides arbeiten. Dabei tragen Feedback und gegenseitige Unterstützung im WOL-Circle durch die zwölf Wochen. Vernetzen und Zusammenarbeiten sind bei WOL zentrale Elemente. Die Referentinnen zeigen, was Working-Out-Loud ist, berichten über ihre Erfahrungen und über ihre Initiativen, WOL in ihre Organisationen zu bringen.

Christine Gebler, Dipl. Verwaltungswirtin (FH), leitet bei der Stadt Heidelberg die Abteilung Strategische Personalentwicklung und Changemanagement im Personal- und Organisationsamt. Ihre beruflichen Schwerpunkte sind Organisationsentwicklung, agiles Arbeiten und New Work, Prozess- und Wissensmanagement.

Alessa Kaus, M.Sc. Psychologin, ist als Personalentwicklerin im Bereich Führungskräfteentwicklung bei der Stadt Wolfsburg tätig. Weitere berufliche Schwerpunkte liegen auf den Themen Eignungsdiagnostik, neue Lernformate und Konfliktmanagement. 

Katharina Jelitto , Dipl. Verwaltungswirtin (FH), ist im Zentralen Organisationsmanagement der Stadt Wolfsburg mit dem Schwerpunkt Verwaltungsmodernisierung tätig und beschäftigt sich dabei vornehmlich mit den Themen Digitalisierung und New Work.

11:00 Uhr – Kulturwandel in der Verwaltung braucht GestaltungsRäume

Wie schafft man einen Ort der Begegnung, in dem sich ein zukunftsgerichtetes Arbeiten im Miteinander entfalten kann?
Die Verwandlung eines Doppel-Büros in einen agilen Projektraum in der Sozialen Sicherung der Hansestadt Lübeck. Ein Praxisbericht über ein partizipatives, ko-kreatives Projekt begleitet durch eine Graswurzelbewegung von Claudia König und Claudia Sonntag. Im Anschluss Austausch zur Frage: Was braucht es, damit das volle Potenzial solcher Räume erlebbar werden kann?

Claudia König und Claudia Sonntag arbeiten zusammengezählt seit 35 Jahren in der Stadtverwaltung Lübeck. In ihrer täglichen Arbeit gehen sie den Herausforderungen des inneren und äußeren Kulturwandels nach, was sich 2019 in der Gründung der Initiative „WIR-Gestalten – Die Zukunft der Verwaltung Entsteht.Jetzt.Im Wir“ zeigte.

11:00 Uhr – Agilität, Innovation und Verwaltung – wie passt das zusammen?

Haben Sie sich schon mal die folgenden Fragen gestellt: „Was ist eine Innovation und was hat Agilität damit zu tun?“, „Können Innovationen eine Verwaltung zu mehr Agilität verhelfen?“, „Wann ist ein Fehler ein Fehler?“ und „Wie können wir Raum für Innovation schaffen?“ Lassen Sie uns gemeinsam auf Antwortsuche gehen und schauen, was das für die Praxis bedeutet.

Falk Golinsky – Wegbegleiter, um Zusammenarbeit neu zu denken (Forum Agile Verwaltung e. V.)

12:15 Uhr – Erfahrungsbericht aus dem Projekt Schraubwerkstatt

Die HANDS ON Schraubwerkstatt für öffentlich geförderte, intersektorale Projekte aus Bildung, Kultur und Politik ist ein praxisorientiertes Format im Themenfeld Demokratieentwicklung und Partizipation. In einer insgesamt 15-teiligen Reihe mit internen Workshops und öffentlichen Stammtischen arbeitet das HANDS ON Team gemeinsam mit drei möglichst unterschiedlichen Projekten ganz konkret und ko-kreativ an der Optimierung von Arbeit und Wirkung.

Moritz von Rappard und Ragna Riensberg von der Hands on Group

12:15 Uhr – Erfolgsfaktoren und Barrieren agilen Arbeitens – Welche Faktoren fördern und welche hemmen agile Arbeitsweisen in der öffentlichen Verwaltung?

Die öffentliche Verwaltung muss sich Veränderungen der Arbeitswelt stellen. Agile Arbeitsweisen rücken dabei in den Fokus. Leichter gesagt als getan! Die Akteur*innen im Forschungsprojekt „AgilKom“ erprobten in den vergangenen drei Jahren agile Arbeitsformen in der öffentlichen Verwaltung, identifizierten Erfolgsfaktoren und Barrieren agilen Arbeitens und teilen in der Session ihre bisherigen Erkenntnisse. Gemeinsam wird mit den Teilnehmenden diskutiert, welche Faktoren agile Arbeitsweisen fördern und/oder hemmen. Der Slot richtet sich dabei sowohl an Einsteiger*innen, als auch Fortgeschrittene im agilen Arbeiten.

Prof. Dr. Anja Seng, stellvertretende Direktorin des ifpm Institut für Public Management der FOM Hochschule & stellvertretende Projektleitung in „AgilKom“, Corinna Höffner, M. A., wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „AgilKom“, Dominik Modrzyński, B. A. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „AgilKom“

12:15 Uhr – Mit Kaizen und der Verbesserungskata lean und agil zur agilen Verwaltung für Fortgeschrittene

Kaizen ist eine japanische Arbeitsphilosphie, die weit über „kontinuierliche Verbesserung“ hinausgeht. Im Fokus steht das beständige Streben als Teil der Organisation und als Organisation zu lernen und sich zu entwickeln. Die Verbesserungs- und Coachingkata hilft dabei den Verbesserungsmuskel zu trainieren, sodass die agile Verwaltung die ganze Organisation – im Sinne der Beidhändigkeit – in den Fokus nimmt.

Thomas Michl – Forum Agile Verwaltung e. V.

12:15 Uhr – Schöne neue Arbeitswelt – Was Personalvertretungen darüber wissen sollten und wie sie diese mitgestalten können (verschoben auf den 30.11.2021 16:15 Uhr)

Verschoben auf 30.11.2021 16:15 Uhr

13:15 Uhr – Diskussionsrunde zum Abschluss der Konferenz

Welche Kompetenzen brauchen wir für die Zukunft? Braucht es Rollen, Stellen oder Funktionen?